Archiv der Kategorie: Wartung und Pflege

Besichtigung durch den TSB

Deutscher Tierschutzbund besichtigt das Regensburger Modell

Gastbeitrag des Deutschen Tierschutzbundes e.V.:

Zur Besichtigung des Regensburger Modells am Do. 3.12.2015 an der Universität Regensburg.

Am 03. Dezember konnten sich Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes auf Einladung von Frank Wilm, Geschäftsführer der ASTUM GmbH & Co. KG, ein Bild vom sogenannten „Regensburger Modell“ machen. Neben Herrn Wilm stand auch Taubenbetreuer Ferry Wittke Rede und Antwort. Zahlreiche Fragen von Seiten der Besucher konnten so erörtert und diskutiert werden.

Der Deutsche Tierschutzbund wird die gewonnenen Eindrücke in eine Bewertung verschiedener Strategien zum Stadttaubenmanagement einfließen lassen. Wir bedanken uns bei Herrn Wilm und Herrn Wittke sowie allen anderen Beteiligten für die Besichtigungsmöglichkeit und die Zeit, die sie sich für uns genommen haben.

P1040758 45-UNI-R-Tauben

Voliere und Taubenschlag Taubenschlag von Innen

Nesträuber gesucht, Halle setzt im Kampf gegen Tauben auf neue Strategie

Beitrag von Frank Wilm:

Mein Kommentar zum Bericht der Mitteldeutschen Zeitung vom 27.06.2015, Nesträuber gesucht, Halle setzt im Kampf gegen Tauben auf neue Strategie.

Warum immer gegen die Tauben? Versteht man, was die Tauben eigentlich suchen, dann weiß man auch mit Ihnen entsprechend umzugehen und kann sie in Taubenhäusern auf Dauer ansiedeln. Das Töten der Tauben ist der falsche Weg und hat noch zu keinem längerfristigen Erfolg geführt.

Der Erfolg eines Taubenhauses lässt sich nicht an der Anzahl der getauschten Eier festlegen! Dies wird natürlich gerne als Argument verwendet und es hört sich ja gut an und lässt den Zuhörer auf einen Erfolg schließen 😉

Mit einem Taubenhaus erzielt man nur einen spürbaren und messbaren Erfolg, wenn das Management dahinter stimmt. Das heißt u. a. auch ausgebildetes und pflichtbewusstes Personal einsetzen, die regelmäßige Kontrollen durchführen und den Eiertausch zu 100% betreiben – auch außerhalb des Taubenhauses!

Es nützt gar nichts, wenn ein Taubenhaus in Betrieb genommen wird und man nicht mehr als 90% der Tauben in betroffenen Problemzone darin umgewöhnt. Die restlichen 10% der Tauben, die nach wie vor außerhalb des Taubenhauses brüten, sorgen dann für einen schnellen Anstieg der Population.

Warum?

  • Die 10% finden gutes Futter in dem neuen offenen Taubenhaus und ziehen damit ihre Jungen in den alten umliegenden Brutplätzen umso besser groß
  • Es stehen wieder mehr Nistplätze zur Verfügung, da die anderen 90% im Taubenhaus brüten (können)
  • Nur 10 Tauben (5 Pärchen) können in ca. 6 Wochen 20 Jungtiere ausbrüten und zur Welt bringen (2 Bruten a 17 Tage) und Tauben brüten je nach Bedingungen bis 7 mal im Jahr.
  • Weitere Faktoren wie das Eindringen von natürlichen Feinden (Rabenkrähen, Marder etc) in das Taubenhaus, und dass keine Brut mehr schlüpft, lassen einen Teil der intelligenten Tauben wieder in ihre alten Brutplätze zurückkehren.

Unsere Mail vom 17.6.2015 an das Veterinäramt Halle blieb bis heute unbeantwortet. Wir haben ein geschlossenes Taubenhaus nach dem Regensburger Modell empfohlen und auf die Wichtigkeit eines guten Managements hingewiesen.

Das Team vom Regensburger Modell ist jederzeit gerne bereit, beim Aufbau und Konzept zur Lösung von Stadttaubenproblemen zu unterstützen. Es liegt auch in unserem Sinn, dass die Taubenhäuser – egal ob offene oder geschlossene – überall funktionieren und zu einer artgerechten Stadttauben-Reduktion beitragen.

 

Besichtigungstermin im April 2015

Am 23. April 2015 fand bei schönem Wetter wieder ein Besichtigungstermin des Regensburger Modells an der UNI Regensburg statt.UNI-R-Panorama-Dach

Vertreter aus der Wirtschaft und aus Kommunen wurden von Hr. Dr. Postner, Herrn Ferry Wittke und Herrn Frank Wilm (Firma ASTUM) über die erfolgreiche Stadttauben-Umsiedlungs-Methode informiert und waren begeistert.

12-UNI-R-Besucher 17-UNI-R-Besucher 15-UNI-R-Besucher

Vor allem der Zustand des „Taubenhotels“ und der dort ungefähr residierenden 60 Stadttauben lässt einen deutlichen Unterschied zu den üblichen Eindrücken von Stadttauben erkennen.

Kein Wunder, dass die Stadttauben sich hier sehr wohl fühlen und nicht wieder zu ihren alten Nistplätzen zurück fliegen.

37-UNI-R-Tauben 38-UNI-R-Tauben 45-UNI-R-Tauben

Als Herr Wittke die Geschichte von Glutauge – einer sehr dominanten Taube an der UNI – erzählte, hörten alle sehr aufmerksam zu, denn er war von den Locktauben so angetan, dass er als erstes in die damals neue Taubenanlage auf dem Dach der UNI Regensburg kam und seine Kolonie folgte ihm prompt.

 

Ferry Wittke und Glutauge Glutauge-4 16 Taubenbesichtigung

Der Taubenschlag wurde von Hr. Wittke geöffnet und die Tauben drehten impossant ihre Freiflüge und Runden über den Besuchern. Im Anschluss nahmen sie sofort das Taubenbad in Benutzung bevor sie wieder die Futterstellen und ihre Nistplätze in dem Taubenschlag aufsuchten.

50-UNI-R-Tauben 54-UNI-R-Taubenbad 55-UNI-R-Taubenbad

Ein Kompliment an Herr Ferry Wittke, was er hier mit den Stadttauben geleistet hat. Dies sollte ein Vorbild und Lösung für andere Taubenproblematiken sein.

Viel Erfolg!

Lokation für ein Taubenheim gesucht

Beitrag von Frank Wilm:

Wir suchen Lokationen für Taubenheime bzw. Taubenhöfe in Bayern. Hierzu bitten wir alle, die solche unten beschriebenen frei- oder leerstehenden Gebäude, Bauernhöfe, Resthöfe, Gehöfte, Lagerhallen, etc. kennen, uns diese Lokationen weiter zu empfehlen. Helfen Sie uns, einen „Gnadenhof für Stadttauben“ zu finden.

Für Bauernhöfe, die die Viehzucht eingestellt haben und die Voraussetzungen erfüllen, wäre dies eine mögliche Einnahmequelle. Eine Nutzungsänderung von Vieh- auf Geflügelhaltung sollte keinen großen Aufwand bedeuten.

Hier sollen mehrere tausend Stadt-Tauben auf Dauer ein neues Zuhause finden, wo sie nicht verjagt, bekämpft oder getötet werden. Sie werden aus Problemzonen umgesiedelt und sollen dort ihr Brutverhalten ausleben, gutes Futter haben und frei fliegen können. Vergleichbar ist dies mit Gut Aiderbichl, die dies für andere Tierarten bereits in Form eines Gnadenhofs realisiert haben.

Wir suchen zum Mieten, Pachten, Kaufen oder gratis:

  • Das Objekt sollte außerhalb von Wohnsiedlungen liegen
  • Südbayern, der Großraum zwischen Rosenheim, München, Ingolstadt und Regensburg wäre ideal, gerne aber auch anderswo.
  • Die Gebäudefläche sollte idealerweise mindestens 1000 qm betragen, besser 2000 qm
  • Das Gebäude muss für Tauben entsprechend umgebaut werden dürfen
  • Freistehenden Gebäude, Bauernhöfe, Gehöfte, Lagerhallen etc. kommen in Betracht
  • Unterstützung und Mitarbeit in diesem Projekt ist gewünscht und möglich
  • Die Tauben sollen nach Ihrer Eingewöhnung frei fliegen können

Vielen Dank für Ihre Mithilfe und Nachricht an uns: per Mail oder Tel. 08106-9963151

Tägliche Freiflüge seit Anfang Juli 2014

Beitrag von Ferry Wittke:

An der UNI Regensburg sind wir nun in der Phase V (erweiterter Wartungsdienst) des Regensburger Modells angekommen. D. h. alle Stadttauben, die auf dem Flachdach der UNI Regensburg „residieren“, erhalten seit Anfang Juli 2014 einen täglichen und kontrollierten Freifug. Die beiden Volieren werden täglich, sofern das Wetter mitspielt, immer zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet, was die Raubvogel-Attaken minimiert.

Es ist sehr schön und gibt mir ein tolles Gefühl, die Taubenschwärme frei fliegen zu sehen und zu wissen, dass sie sich hier sehr wohl fühlen. Die vielen jahrzehntelangen Probleme, für die diese Tauben hier füher an der UNI Regensburg gesorgt haben, gehören absolut der Vergangenheit an. Dabei wohnen sie immer noch hier am Campus.

Ich würde mich freuen, wenn meine Lebensaufgabe und damit diese von mir in vielen Jahren entwickelte und tierschutzgerechte Lösung für Stadttauben-Problematiken weitere Anwendung findet und in vielen Städten und Gemeinden, die heute noch mit Taubenproblematiken kämpfen, weitere Verbreitung findet.

Inzwischen haben wir dieses erfolgreiche Regensbuger Modell noch um weitere Lösungsmöglichkeiten erweitert, die wir Ihnen gerne als Hilfestellung für Ihre Lösungsfindung erläutern.

Dieses neue Taubenmodell könnte auch bei Ihnen erfolgreich eingesetzt werden. Gerne prüfen wir die Voraussetzungen hierzu.

Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Ferry Wittke

Hugo – eine Stadttaube, die Stare groß zieht

Beitrag von Gwendolyn Biendl:

Als Fundtaube Hugo zu mir gebracht wurde, war er verletzt, abgemagert, halb verhungert und hatte Trichomonaden. Ich habe ihn bei mir zuhause gepflegt und wieder hochgepäppelt.

Hugo als Baby

Hugo als Baby

Hugo als Baby

Hugo als Baby

 

 

 

 

 

Zum Päppeln bin ich gekommen, weil das irgendwie in unserer Familie schon immer so war. Entweder haben wir hilflose Tiere gefunden, oder sie sind bei uns abgegeben worden. Zuerst waren das mehr Katzen oder Enten und dann und wann mal ein Singvogel.

Hugo auf meiner Hand

Hugo auf meiner Hand

Hugo im Regal und die Jungstare

Hugo im Regal

Hugo füttert betreut die Jungstare

Hugo füttert die Jungstare

 

 

 

 

 

Sein neues Zuhause war in einem Regal in meiner Wohnung. Als ich zusätzlich auch noch Jungstare, die ihre Eltern verloren hatten, bei mir aufgenommen habe, hat Hugo zu Ihnen runter geschaut. Als sie noch klein waren, befanden sie sich in einer Kiste. Dann ist Hugo immer auf dem Deckel gehockt. Und wenn sie gepiepst haben, war er ganz unruhig und ist hin und her gelaufen. Kaum habe ich den Deckel aufgemacht, saß er dann auch schon drin.

Hugo und die Jungstare

Hugo und die Jungstare

Hugo füttert die Stare

Hugo füttert die Stare

Hugo füttert betreut die Jungstare

Hugo füttert betreut die Jungstare

 

 

 

 

 

 

Er hat sich ganz rührend um sie gekümmert. Er hat erst einige Tage trocken gewürgt und dann kam Kropfmilch. So hat er die Stare langsam groß gezogen.

Hugo hat mittlerweile noch eine Taube adoptiert, zuvor eine Bachstelze, die war winzigst.

Bachstelze auf der Hand

Bachstelze auf der Hand

 

 

 

 

 

Weitere Infos zur  Wildvogelhilfe  finden Sie in dem Flyer, der von Silvia Plank nach genauer Anleitung durch die erfahrenen Wildvogel-Päpplerinnen in der Facebook-Gruppe „Wildvogelhilfe“  zusammengestellt worden sind:

Siehe Flyer: Wildvoegeln-kompetent-helfen_FlyerDL_2014-06-1

Für den Inhalt dieses Flyers ist alleine die Gruppe Wildvogelhilfe verantwortlich.

Frische Taubeneier für die Fuchswelpen

Beitrag von Thorsten Emberger:

Über kein anderes heimisches Wildtier ranken sich so viele Gerüchte, Unwahrheiten und Irrtümer wie zum Rotfuchs.
Unter allerlei Vorwänden wird er bis heute ohne Schonzeit verfolgt, bejagt und bekämpft. Auch seit der erfolgreichen Ausrottung der Tollwut im Februar 2006 durch Impfköder hat sich daran leider nichts geändert. Über 600.000 Füchse finden in Deutschland jedes Jahr durch Waffen, Fallen oder Jagdhunde den Tod.
Füchse haben nur einmal im Jahr Nachwuchs. Die Welpen kommen im April blind und taub zu Welt und öffnen erst nach etwa 14 Tagen die Augen. Fuchswelpen, die in den ersten Lebensmonaten ihre Mutter verlieren haben keine Überlebenschance. Ganz selten hat ein solcher Welpe das Glück, in dieser aussichtslosen Lage von mitfühlenden Tierfreunden aufgefunden zu werden. Anders als bei in Not geratenen Vögeln, Igeln, Eichhörnchen gibt es für Fuchs und auch Dachs im süddeutschen Raum kaum eine Auffangstation.
Diese unbefriedigende Situation war Anlass für die Errichtung eines der deutschlandweit größten Fuchsgehege. Auf 900 Quadratmetern in absolut natürlichem Umfeld wachsen jedes Jahr ab etwa Mai Fuchswelpen bei uns auf. Im September werden sie nach Erlangen der Selbstständigkeit wieder in die Freiheit entlassen.
Füchse ernähren sich keineswegs ausschließlich von Fleisch. Regenwürmer können einen beträchtlichen Teil der Nahrung ausmachen, im Spätsommer und Herbst weichen Füchse mitunter ganz auf pflanzliche Kost wie Beeren, Trauben und Obst aus. Eier finden sie in freier Natur nur sehr selten, doch zählen sie grundsätzlich aber auch zum Spektrum. Ganzjährig verfügbare Hauptnahrungsquelle sind aber Mäuse. Wo ausreichend vorhanden, auch Kaninchen. Der Feldhase allerdings ist für einen Fuchs deutlich zu schnell und hat vorm Fuchs nichts zu befürchten.

Da wir uns nicht nur der Rettung verwaister Fuchswelpen verschrieben haben, sondern für den Schutz aller Tiere eintreten, achten wir auch bei der Auswahl des Futters für die Jungfüchse darauf. Die Taubeneier, die uns dazu im Rahmen des Regensburger Modells von der Taubenanlage am Dach der Universität Regensburg zur Verfügung gestellt werden, sind eine wunderbare Möglichkeit den Speiseplan der Füchse um ein tierische Komponente zu erweitern, ohne dafür auf Eier von Legehennen zurückgreifen zu müssen.Eier für verwaiste Fuchswelpen

Zudem werden die im Verhältnis kleineren Taubeneier von Füchsen auch besser angenommen als ein großes Hühnerei.
Wir freuen uns sehr darüber, dass sich auf diese Weise tierfreundliche Lösungen gegenseitig ergänzen. Dem Team vom Regensburger Modell wünschen wir zum Wohle der Tauben weiterhin viel Erfolg.

Thorsten Emberger
Private Fuchsauffangstation

Weitere Infos zu dem Fuchs(welpen)projekt finden Sie auf

www.frecherfuchs.de   oder   www.wildtierrevier.de

 . . . und wir alle sagen vielen Dank für die leckeren Taubeneier 😉

Verwaiste Fuchswelpen vom Projekt www.frecherfuchs.de

Verwaiste Fuchswelpen vom Projekt www.frecherfuchs.de

Was kostet das Taubenfutter im Jahr pro Taubenanlage?

Welche Kosten sind für Stadttauben z. B. dem Tierheim München im Jahr 2013 entstanden? Nicht mitgerechnet sind Materialien, Transport-, Personal- und Veterinärkosten. Nur alleine das Taubenfutter kostet im Schnitt pro Taubenanlage über € 2000,– im Jahr.
Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren.

Tierheim München Taubenkosten 2013

(Quelle: 01/2014 Tierisches München)

 

Seminar mit Sachkundenachweis

Das komplette Team vom Regensburger Modell hat am Samstag, 15.3.2014 zur Auffrischung an einem ganztägigem Seminar
             „Züchterschulung für Rassegeflügelzüchter“ mit Sachkundenachweis,
teilgenommen. Der Veranstalter war der Verband Bayerischer Rassegeflügelzüchter e.V.
Dieses Seminar war mit ca. 450 Mitgliedern sehr gut besucht.

Folgende Themen wurden unter anderen behandelt:

  1. Abstammung und Verhalten
  2. Haltungssysteme und artgerechte Haltung
  3. Brut und Aufzucht
  4. Ernährung
  5. Ausstellungswesen
  6. Pflege und Krankheitsvorsorge
  7. Tierschutz
Seminar-Sachkundenachweis

 Seminar-Sachkundenachweis am 15.3.2014