Universitätsklinikum Regensburg setzt auf das Regensburger Modell

Nicht nur die UNI Regensburg, sondern auch das Universitätsklinikum setzt inzwischen auf die erfolgreiche und artgerechte Lösung zur Stadttaubenreduktion.

Die Universität Regensburg hat ihr über 30-jähriges Problem mit Stadttauben seit nun 3 Jahren gelöst, d. h. die Tauben wohnen in einem modernen Taubenschlag auf dem Dach der UNI Regensburg und genießen dort ihr Dasein mit Freiflügen außerhalb der großen Freiflug-Voliere. Alle Problemzonen werden dadurch nicht mehr belastet. Das Brutverhalten dürfen die Tauben ausleben, jedoch werden alle Eier durch Plastikeier ersetzt, ausgenommen sind Locktaubeneier. Die Brut und Aufzucht der Locktauben wird teilweise von den Stadttauben übernommen.

Lesen Sie hier den Bericht oder laden sich ihn hier herunter.

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Besichtigung durch den TSB

Deutscher Tierschutzbund besichtigt das Regensburger Modell

Gastbeitrag des Deutschen Tierschutzbundes e.V.:

Zur Besichtigung des Regensburger Modells am Do. 3.12.2015 an der Universität Regensburg.

Am 03. Dezember konnten sich Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes auf Einladung von Frank Wilm, Geschäftsführer der ASTUM GmbH & Co. KG, ein Bild vom sogenannten „Regensburger Modell“ machen. Neben Herrn Wilm stand auch Taubenbetreuer Ferry Wittke Rede und Antwort. Zahlreiche Fragen von Seiten der Besucher konnten so erörtert und diskutiert werden.

Der Deutsche Tierschutzbund wird die gewonnenen Eindrücke in eine Bewertung verschiedener Strategien zum Stadttaubenmanagement einfließen lassen. Wir bedanken uns bei Herrn Wilm und Herrn Wittke sowie allen anderen Beteiligten für die Besichtigungsmöglichkeit und die Zeit, die sie sich für uns genommen haben.

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Voliere und Taubenschlag Taubenschlag von Innen

Tauben am Flughafen München fängt ein Falkner.

Keine frohe Weihnachten für Tauben, Falknerei anstatt Taubenumsiedlung

Beitrag von Frank Wilm:

Leider wird – aus welchen Gründen auch immer – statt einer Taubenumsiedlung lieber ein Falkner beauftragt, wie z. B. beim Münchner Flughafen MUC. Und das zuständige Veterinäramt in Erding genehmigt dies auch noch, obwohl eigentlich der Tierschutz den Vorrang haben sollte. Das sind keine frohe Weihnachten für die Tauben vom Flughafen München, die sich bestimmt ein Überleben in 2016 gewünscht hätten.

Bei der Taubenumsiedlung werden die Tauben zwar auch mit Lebendfallen gefangen. Jedoch erhalten sie im Gegensatz zur Falknerei ein neues und modernes Zuhause, wo sie angesiedelt werden, ihr Brutverhalten ausleben dürfen, überleben und sich wohl fühlen. Des Weiteren wird beim Fangbetrieb auf mögliche Jungbrut Rücksicht genommen (inklusive der Schachtelbrut).

Schöne Enttäuschung aus München, gerade auch noch vor Weihnachten – Hoffentlich ändert sich das in Zukunft.

Nesträuber gesucht, Halle setzt im Kampf gegen Tauben auf neue Strategie

Beitrag von Frank Wilm:

Mein Kommentar zum Bericht der Mitteldeutschen Zeitung vom 27.06.2015, Nesträuber gesucht, Halle setzt im Kampf gegen Tauben auf neue Strategie.

Warum immer gegen die Tauben? Versteht man, was die Tauben eigentlich suchen, dann weiß man auch mit Ihnen entsprechend umzugehen und kann sie in Taubenhäusern auf Dauer ansiedeln. Das Töten der Tauben ist der falsche Weg und hat noch zu keinem längerfristigen Erfolg geführt.

Der Erfolg eines Taubenhauses lässt sich nicht an der Anzahl der getauschten Eier festlegen! Dies wird natürlich gerne als Argument verwendet und es hört sich ja gut an und lässt den Zuhörer auf einen Erfolg schließen 😉

Mit einem Taubenhaus erzielt man nur einen spürbaren und messbaren Erfolg, wenn das Management dahinter stimmt. Das heißt u. a. auch ausgebildetes und pflichtbewusstes Personal einsetzen, die regelmäßige Kontrollen durchführen und den Eiertausch zu 100% betreiben – auch außerhalb des Taubenhauses!

Es nützt gar nichts, wenn ein Taubenhaus in Betrieb genommen wird und man nicht mehr als 90% der Tauben in betroffenen Problemzone darin umgewöhnt. Die restlichen 10% der Tauben, die nach wie vor außerhalb des Taubenhauses brüten, sorgen dann für einen schnellen Anstieg der Population.

Warum?

  • Die 10% finden gutes Futter in dem neuen offenen Taubenhaus und ziehen damit ihre Jungen in den alten umliegenden Brutplätzen umso besser groß
  • Es stehen wieder mehr Nistplätze zur Verfügung, da die anderen 90% im Taubenhaus brüten (können)
  • Nur 10 Tauben (5 Pärchen) können in ca. 6 Wochen 20 Jungtiere ausbrüten und zur Welt bringen (2 Bruten a 17 Tage) und Tauben brüten je nach Bedingungen bis 7 mal im Jahr.
  • Weitere Faktoren wie das Eindringen von natürlichen Feinden (Rabenkrähen, Marder etc) in das Taubenhaus, und dass keine Brut mehr schlüpft, lassen einen Teil der intelligenten Tauben wieder in ihre alten Brutplätze zurückkehren.

Unsere Mail vom 17.6.2015 an das Veterinäramt Halle blieb bis heute unbeantwortet. Wir haben ein geschlossenes Taubenhaus nach dem Regensburger Modell empfohlen und auf die Wichtigkeit eines guten Managements hingewiesen.

Das Team vom Regensburger Modell ist jederzeit gerne bereit, beim Aufbau und Konzept zur Lösung von Stadttaubenproblemen zu unterstützen. Es liegt auch in unserem Sinn, dass die Taubenhäuser – egal ob offene oder geschlossene – überall funktionieren und zu einer artgerechten Stadttauben-Reduktion beitragen.

 

Tierschutzinspektor entsetzt – Tauben-Martyrium beendet

Beitrag von Frank Wilm:

Aus der Zeitschrift „Tierisches München, Nr. 2 Ausgabe Juni 2015“ vom Tierschutzverein München e. V. ein Auszug über einen Tauben-Tierquäler:

Solche Menschen dürften nie wieder ein Tier erwerben dürfen oder halten!
Vielleicht findet sich auch auf diesem Weg ein Unterstützer des Tierschutzvereins und des Tierheims München Riem. Die Tiere danken es Ihnen.

Bericht auf Seite 18:

Am 17. Februar 2015 erreichte unsere Inspektoren und die Kollegen vom Veterinäramt eine Meldung, dass sich in einem kleinen Hasenstall 14 Tauben unter schlimmsten Umständen befinden. Nicht Iange nach dem Anruf standen unsere Mitarbeiter vor dem Behältnis der armen Tiere. Der Boden war Zentimeter dick mit Kot beschichtet, es befand sich kein Futter und nur verdrecktes, gefrorenes Wasser darin. Einige Tauben hatten Verletzungen am Kopf, und die Kröpfe waren leer. Der Halter hat sie vor längerer Zeit bei einen Kleintiermarkt in Weilheim zum eigenen Verzehr gekauft. Die Vermutung lag nahe, dass sie seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gefüttert wurden. Laut Aussage eines Zeugen kaufte der Halter dort regelmäßig Tauben. Mit Hilfe des Veterinäramtes konnten dann die Tauben dem Halter sofort abgenommen werden.

 

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Die Beinchen der Tauben waren über und über mit Kot verklebt

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In einem verdreckten, viel zu kleinem Käfig vegetierten die 14 Tauben vor sich hin

 

Besichtigungstermin im April 2015

Am 23. April 2015 fand bei schönem Wetter wieder ein Besichtigungstermin des Regensburger Modells an der UNI Regensburg statt.UNI-R-Panorama-Dach

Vertreter aus der Wirtschaft und aus Kommunen wurden von Hr. Dr. Postner, Herrn Ferry Wittke und Herrn Frank Wilm (Firma ASTUM) über die erfolgreiche Stadttauben-Umsiedlungs-Methode informiert und waren begeistert.

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Vor allem der Zustand des „Taubenhotels“ und der dort ungefähr residierenden 60 Stadttauben lässt einen deutlichen Unterschied zu den üblichen Eindrücken von Stadttauben erkennen.

Kein Wunder, dass die Stadttauben sich hier sehr wohl fühlen und nicht wieder zu ihren alten Nistplätzen zurück fliegen.

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Als Herr Wittke die Geschichte von Glutauge – einer sehr dominanten Taube an der UNI – erzählte, hörten alle sehr aufmerksam zu, denn er war von den Locktauben so angetan, dass er als erstes in die damals neue Taubenanlage auf dem Dach der UNI Regensburg kam und seine Kolonie folgte ihm prompt.

 

Ferry Wittke und Glutauge Glutauge-4 16 Taubenbesichtigung

Der Taubenschlag wurde von Hr. Wittke geöffnet und die Tauben drehten impossant ihre Freiflüge und Runden über den Besuchern. Im Anschluss nahmen sie sofort das Taubenbad in Benutzung bevor sie wieder die Futterstellen und ihre Nistplätze in dem Taubenschlag aufsuchten.

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Ein Kompliment an Herr Ferry Wittke, was er hier mit den Stadttauben geleistet hat. Dies sollte ein Vorbild und Lösung für andere Taubenproblematiken sein.

Viel Erfolg!

Lokation für ein Taubenheim gesucht

Beitrag von Frank Wilm:

Wir suchen Lokationen für Taubenheime bzw. Taubenhöfe in Bayern. Hierzu bitten wir alle, die solche unten beschriebenen frei- oder leerstehenden Gebäude, Bauernhöfe, Resthöfe, Gehöfte, Lagerhallen, etc. kennen, uns diese Lokationen weiter zu empfehlen. Helfen Sie uns, einen „Gnadenhof für Stadttauben“ zu finden.

Für Bauernhöfe, die die Viehzucht eingestellt haben und die Voraussetzungen erfüllen, wäre dies eine mögliche Einnahmequelle. Eine Nutzungsänderung von Vieh- auf Geflügelhaltung sollte keinen großen Aufwand bedeuten.

Hier sollen mehrere tausend Stadt-Tauben auf Dauer ein neues Zuhause finden, wo sie nicht verjagt, bekämpft oder getötet werden. Sie werden aus Problemzonen umgesiedelt und sollen dort ihr Brutverhalten ausleben, gutes Futter haben und frei fliegen können. Vergleichbar ist dies mit Gut Aiderbichl, die dies für andere Tierarten bereits in Form eines Gnadenhofs realisiert haben.

Wir suchen zum Mieten, Pachten, Kaufen oder gratis:

  • Das Objekt sollte außerhalb von Wohnsiedlungen liegen
  • Südbayern, der Großraum zwischen Rosenheim, München, Ingolstadt und Regensburg wäre ideal, gerne aber auch anderswo.
  • Die Gebäudefläche sollte idealerweise mindestens 1000 qm betragen, besser 2000 qm
  • Das Gebäude muss für Tauben entsprechend umgebaut werden dürfen
  • Freistehenden Gebäude, Bauernhöfe, Gehöfte, Lagerhallen etc. kommen in Betracht
  • Unterstützung und Mitarbeit in diesem Projekt ist gewünscht und möglich
  • Die Tauben sollen nach Ihrer Eingewöhnung frei fliegen können

Vielen Dank für Ihre Mithilfe und Nachricht an uns: per Mail oder Tel. 08106-9963151

Lautschrift – Ich sehe was, was du nicht siehst

Beitrag von Florian Müller:

Ausschnitt aus der Ausgabe Lautschrift  vom Januar 2015.

Studentenhaus:  Auf den Dächern der Universität, hoch über dem Campus, leben die Tauben. Denn hier befindet sich die universitätseigene Taubenvoliere. Ein Holzverschlag, der durch einen nach allen Seiten mit Maschendrahtzaun begrenzten Bereich erweitert ist. Erst seit 2012 ist dies das Zuhause der universitären Tauben. Zuvor lebten sie über den Campus verteilt und waren ein echtes Problem, da sie oftmals in unzugänglichen Bereichen nisteten und überall ihren Kot hinterließen. Deshalb suchte man nach einer Lösung.

Und man ersann das Regensburger Modell:
Die Tauben sollten in die Voliere gelockt und somit vom Campus ferngehalten werden. Zu diesem Zweck züchteten Regensburger Biologen eine Locktaubenart, die die freien Tauben im Flug dominieren konnte. Wenn eine Locktaube nun auf einen Schwarm Tauben stößt, dann folgt dieser der Taube in ihr Zuhause, die Voliere auf dem Dach des Studentenhauses. Dort gibt es Nistplätze und Futter für die neuen Tauben, sodass sie sich heimisch fühlen.
Früher lebten auf dem Campus zu Hochzeiten, im Spätsommer, 240 bis 280 Tauben.
Heute sind es 67 in der Voliere. Ihre Zahl wird mit dem Austauschen der Eier durch Attrappen niedrig gehalten. Das bemerken die Taubenmütter nicht. Sie können ihrem normalen Brutzyklus folgen. Auch sonst geht es den Tauben gut, sie haben regelmäßig Ausflug, denn
zurück kommen sie immer. Außerdem stehen ihnen Nahrung und, wenn nötig, sogar tierärztliche Versorgung zur Verfügung. Somit hat es die Universität geschafft, ihr Taubenproblem in den Griff zu bekommen und die Tiere gleichzeitig zu schützen.

Hier finden Sie den Ausschnitt der Ausgabe Lautschrift  vom Januar 2015 als PDF-Datei ( Text: Florian Müller, Fotos: Pia Weishaupt und Johannes Hofmann).

 

Neue Besichtigungstermine für 2015

LIVE-Besichtigungen 2015 und

Anmeldung zum Regensburger Modell

 

Sie haben wieder die Möglichkeit, dieses funktionierende Taubenreduktions-Modell zu besichtigen und den aktuellen LIVE-Betrieb kennen zu lernen. Die neuen Besichtigungstermine für 2015 an der UNI Regensburg sind nun festgelegt.

Melden Sie sich für einen der 3 Termine hier an:  Anmeldung zur Besichtigung